Jens Kehl, seit 2001 bei der GESIS Gesellschaft für Informationssysteme mbH, betreut dort das Business Warehouse-System (Konzern-BW) von SAP und ist erster Ansprechpartner für die dort angebundenen Gesellschaften des Konzerns. Das System verbindet Quellsysteme und Datenbanken mit Datenmanagement- und Analyse-Tools und ermöglicht so umfangreiche Auswertungen und Reports auf Basis der verschiedenen, gesammelten Unternehmensdaten. In einem Interview gibt uns Jens Einblicke in seine Arbeit bei dem Tochterunternehmen der Salzgitter AG und verrät uns, womit er sich im privaten Bereich gern und vor allem auch erfolgreich beschäftigt.

Was hast Du gelernt und wie war der Start in Dein Berufsleben?

Nach meinem Abitur habe ich Nachrichtentechnik studiert, bin über meine Diplomarbeit zur Programmierung gekommen und habe mit ABAP, einer Programmiersprache des Walldorfer Softwareunternehmens SAP, Schnittstellen zu Fremdsystemen und neue Anwendungen programmiert. Anschließend war ich als Berater für SAP Business Workflow und SAP Business Warehouse tätig, was mir dann auch den Weg für meinen Einstieg bei GESIS geebnet hat. Hier unterstütze ich aktuell die Gesellschaften – im Zuge meiner Arbeit im Business Warehouse-System – im ganz normalen Geschäftsbetrieb, erstelle PowerPoint-Präsentationen, Konzepte, Auswertungen und Dokumentationen und bin einen großen Teil meiner Arbeitszeit in beratender Funktion bei den verschiedenen Gesellschaften des Konzerns unterwegs.

Warum hast Du Dich für diesen Beruf entschieden?

Eigentlich war das ein reiner Zufall. Anfangs wollte ich etwas mit Musiktechnik oder Elektroakustik studieren. Solche Studiengänge gab es damals aber nur von privaten Anbietern und die Studiengebühren waren einfach zu hoch. An der Fachhochschule Wolfenbüttel gab es im Hauptstudium der Nachrichtentechnik auch ein Fach für Elektroakustik, leider nur als Nebenfach und ohne Möglichkeit auf eine Diplomarbeit. Deshalb dann auch das Studium der Nachrichtentechnik. Damit konnte ich auch meinen Eltern eine große Freude machen, da ich in ihren Augen so etwas „handfestes“ studiert habe. (lacht)

Gab es bei der täglichen Arbeit besondere Momente für Dich?

Ein, zwei Highlights fallen mir da auf jeden Fall ein. Bei einer Geschichte, an die ich mich spontan gerne erinnere, konnte ich einem Anwender in einer Tochtergesellschaft bei einem Problem schnell weiterhelfen, was ihn sehr gefreut hat. Was ich nicht wusste ist, dass dieser Mitarbeiter früher einmal Bäcker war und so kam es, dass er als Dank für mich und mein Team einen wirklich leckeren Kuchen gebacken hat. Das war natürlich ein besonderes Highlight und zeigt, dass bei all der täglichen Routine irgendwo immer dieser eine Moment ist, der einem bewusst macht, wie schön und abwechslungsreich die Arbeit doch sein kann. Eine andere Sache, die mir hier ebenfalls noch einfällt, ist ein gemeinsames Projekt mit einer Unternehmenstochter, die übergreifend für mehrere Konzerngesellschaften hier bei uns das Rechnungswesen abwickelt. Vor Einführung eines Business Warehouse-Systems mussten zeitaufwändig die Zahlen und Daten der einzelnen Berichte manuell zusammengeführt werden, um den Abschlussbericht zu erstellen. Nach Einführung des Systems muss nur noch mit der Mouse ein Knopf gedrückt werden und schon hat man den finalen Bericht vorliegen. Das bedeutet eine enorme Zeitersparnis und, auch dank der Änderung des Prozesses, eine weitaus bessere Übersichtlichkeit.

Was machst Du nach Feierabend?

Hier steht für mich definitiv die Musik an erster Stelle. Seit über 27 Jahren spiele ich – in unveränderter Formation – in der Coverband Don´t beat Bubu“ Bass und Keyboard und kümmere mich, wahrscheinlich aufgrund meines Jobs (lacht), um die Programmierung der Songs und um die Einstellungen an unserem digitalen Mischpult. Neben mir spielen noch zwei weitere Kollegen aus dem Konzern in der Band. Insgesamt sind wir mit Sänger und Sängerin zu fünft und decken mit unserer Band von Robbie Williams über Adele bis hin zu den Blues Brothers und den Ärzten mit viel Spaß musikalisch alles ab. Einmal die Woche proben wir, auch öfters, wenn neue Songs einstudiert werden müssen. Unseren letzten Auftritt hatten wir am 25. Mai 2019 beim Feuerwehrfest in Haverlah, wo wir für einen guten Zweck, den „Wir helfen Kindern e.V.“, gespielt haben. Langsam begonnen haben wir inzwischen auch mit den Proben für den Ende des Jahres im „Hotel am See“ stattfindenden „Kaminabend“, wo wir dann – der Weihnachtszeit angemessen – eher ruhigere Stücke spielen werden (lacht).

Jens, wir danken Dir für das Gespräch!

Thorsten Ehrenteit

Drei Dinge, die mir zur Salzgitter AG einfallen: 1. großer Stahlhersteller im ländlichen Raum 2. die unglaubliche Einsatzbreite des Werkstoffes Stahl 3. Frodo hätte den EINEN Ring auch bei uns im Hochofen einschmelzen können

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1 Kommentar
  • Sladjan Lazic

    17. November 2019, 15:53

    Ein äußerst interessantes Interview, muss ich sagen. Hoffentlich hat der Kuchen geschmeckt. 😉

    Es ist immer wieder interessant aus dem Arbeitsumfeld anderer zu lesen. Mich inspiriert es und gibt mir immer wieder neue Ideen für meine künftigen Projekte. Beim Herrn Kehl ist es außerdem mit der Programmierung und der Musik eine zwar unterschiedliche aber doch ähnliche Mischung, denn beide Felder sind kreativ.

    Ich wünsche viel Erfolg für zukünftige Projekte.

    Beste Grüße
    S. Lazic

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