Es ist wieder Sommer und damit Zeit, unsere Werkstudenten-Blogserie fortzusetzen. In diesem Blogbeitrag möchte ich Sie ins Blasstahlwerk mitnehmen und Ihnen unseren Werkstudenten Amin Ben Anes vorstellen.

Amin studiert Informatik an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften am Standort Wolfenbüttel. In den Sommermonaten hat er uns schon mehrmals tatkräftig in der „Hütte“ unterstützt. So auch in diesem SBild im Text_400 breiteommer, wo er erneut in der Pfannenwirtschaft eingesetzt ist. Im Blasstahlwerk werden tagtäglich ca. 14.000 Tonnen Stahl verarbeitet. Dabei wird das Roheisen vom Hochofen unter Zugabe von Schrott und Schlackenbildnern zu Rohstahl. Im ersten Schritt wird das Roheisen in den Konverter gefüllt. Um den Kohlenstoffanteil zu reduzieren, der das Material sonst brüchig machen würde, wird dieser durch das Aufblasen von Sauerstoff aus dem Roheisen „ausgekocht“. Seine spezifischen Werkstoffeigenschaften erhält der Stahl dann in der Sekundärmetallurgie. In diesem Bereich arbeitet Amin in Wechselschicht und ist für die Pfannenspülung zuständig. Pfannen sind Behälter, in denen bis zu 250 Tonnen flüssiger Stahl transportiert werden kann. Zu Amins täglichen Aufgaben gehört u.a. das Freibrennen und Kippen der Pfannen sowie das Platten und Kegel tauschen, um diese für den Produktionsprozess herzurichten und auch für die nächste Schicht vorzubereiten. Eine besondere Herausforderung sieht Amin bei seiner Tätigkeit darin, „hüttentauglich“ zu sein. Denn wie man anhand der Tätigkeiten bereits erahnen kann, ist seine Arbeit körperlich anspruchsvoll. Bild2_im_Text_400 breiteZudem ist eine hohe Aufmerksamkeit gefordert und gerade in den heißen Sommermonaten lernt man in der warmen Arbeitsumgebung im Werk durchaus auch die Vorzüge eines klimatisierten Pausenraumes zu schätzen. Das Arbeiten im Hüttenwerk bereitet Amin großen Spaß und hat ihm viele neue Einblicke und Erfahrungen beschert. Besonders der Anblick des flüssigen, rotglühenden Roheisens im Konverter und die Technik dahinter, mit der man die Stahlherstellung (sehr präzise) beherrschen kann, faszinieren ihn. Als überaus positiv beschreibt Amin auch das familiäre, aber dennoch professionelle Betriebsklima. Dank seiner hilfsbereiten und freundlichen Kollegen fiel ihm die Eingewöhnung leicht. Er erinnert sich noch gut an seinen allerersten Tag, an dem er gleich eine umfassende Werksführung zur Veranschaulichung des Produktionsprozesses erhielt und von allen sehr warmherzig empfangen und als vollwertiges Teammitglied akzeptiert worden ist. Aufgrund der guten Erfahrungen kann er die Salzgitter Flachstahl GmbH als werkstudentische Tätigkeitsstätte definitiv weiterempfehlen.

Franziska Rowold

Drei Dinge, die mir zur Salzgitter AG einfallen: 1. Tradition meets Innovation 2. Rosen aus Stahl - meine schönste Arbeitsplatz-Deko 3. Familiäre Atmosphäre

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