Career Service, Leibniz Universität Hannover an einem späten Freitag Nachmittag im November. Ungefähr 25 Studierende sind in diese Außenstelle der Uni geströmt, um mehr über ein Thema zu erfahren, welches die Gemüter bewegt: Was muss ich wissen über die Eintrittskarte zum Job, dem Vorstellungsgespräch.

Die Theorie – vom Warming-up bis zur Abschlussvereinbarung – wurde bereits von den Dozenten des Career Service nahe gebracht, jetzt darf der eingeladene Personaler von der Salzgitter Flachstahl Rede und Antwort stehen. Nach einer kurzen Einleitung lassen die drängenden Fragen nicht lange auf sich warten. Mancher hat bereits erste Erfahrungen mit grimmigen Gesprächspartnern gemacht und fürchtet gar eine Verhöratmosphäre im Stile der James-Bond-Filme der 60er Jahre („Läuft da so ein angespanntes Frage-und-Antwort-Spiel?“). Eine Studentin möchte gerne wissen, ob Allgemeinwissen abgefragt wird („Nennen Sie mir die 16 deutschen Bundesländer!“), und wieder andere stellen die beliebte Gretchenfrage „Was muss ich antworten, wenn ich dies oder jenes gefragt werde?“.

Grundsätzlich kann vor dem Berufsstart jedem nur geraten werden, erste (vielleicht auch wilde) Ideen bei einer solchen Veranstaltung mit der Praxis abzugleichen. Viele Befürchtungen werden sich schnell relativieren. Es stärkt definitiv die Rolle im Gespräch, sich einmal mit den Erwartungen seiner Gesprächspartner auseinanderzusetzen. Die allermeisten wollen nämlich weder ein Stressgespräch führen, glatt gebügelte Antworten aus Pseudo-Ratgebern hören oder Sie schlecht dastehen lassen. Der gut informierte, zielorientierte und neugierige Bewerber (w/m) kann immer punkten – eine Musterlösung zum Erfolg wird man im Internet auch unter den beinah 3.000.000 Treffern zum Begriff „Vorstellungsgespräch“ nicht finden.  Nützliche Tipps und ehrliche Antworten dazu konnten wir an diesem Abend dagegen sehr wohl herausarbeiten: Nein, wir wollen Gespräche führen und keine Verhöre. Wir gehen davon aus, dass Sie die Bundesländer kennen, machen aber ungern Geographietests. Antworten sollten am besten die Wahrheit sein, und Sie legen den Schwerpunkt auf das, was Ihnen wichtig ist. Es spricht nichts gegen Entwicklungsfelder, spannend ist allerdings, was sie tun, um darin besser zu werden.

Auf dieser Basis werden wir sicher zusammenfinden auf der Suche nach dem richtigen Job für den richtigen Bewerber (w/m). Bleiben Sie authentisch. Wir tun es auch. Glück auf!

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