23 Jahre Energiebranche, internationale Großprojekte und heute mitten in der Transformation der Salzgitter AG: Ingo G. treibt mit dem Programm P28 Veränderungen voran, die den gesamten Konzern bewegen und finanziell stärken. Was ihn antreibt und warum gerade jetzt der richtige Moment ist, einzusteigen, erfahren Sie in diesem Interview. 

Wie sieht dein Werdegang aus und was hat dich zur Salzgitter AG geführt?
Vor meinem Einstieg bei der Salzgitter AG war ich 23 Jahre für das Energieunternehmen E.ON tätig. Hier hatte ich nach meinem Abitur mit einer Ausbildung zum Industriekaufmann gestartet und anschließend als Werkstudent ein BWL-Studium absolviert. Nach dem Studium war ich dann zunächst als Beteiligungscontroller in Hannover in der Hauptverwaltung der konventionellen Kraftwerkssparte und danach für fünf Jahre als kaufmännischer Projektleiter für ein Kraftwerksneubauprojekt in Ungarn. Nach dem Auslandsaufenthalt ging es dann zur Konzernzentrale nach Düsseldorf, wo ich zunächst im Bereich Großprojekte gearbeitet hatte, hier u. a. für das TransAdriaticPipeline-Project, für welches der Salzgitter-Konzern Großrohre und Rohrbögen geliefert hat. Nach dem Projektgeschäft ging es dann zunächst als Prüfer und einige Zeit später als Abteilungsleiter in die Konzernrevision. Im Januar 2021 erfolgte mein Wechsel zur Salzgitter AG. Hier war ich bis Ende 2025 als Leiter Konzernrevision tätig und habe dann Anfang 2026 die Gesamtprojektleitung für das Performance Programm P28 angetreten. Neben dieser Funktion bin ich seit 2025 als kaufmännischer Geschäftsführer für die Salzgitter Hydroforming aktiv.

Was begeistert und motiviert dich als Gesamtprojektleiter P28 in der Holding besonders?
Die Möglichkeit, gemeinsam mit den Führungskräften, Mitarbeitenden und der Mitbestimmung Potenziale zu identifizieren und zu heben, um den Salzgitter-Konzern in seiner Gesamtheit finanziell zu stärken. Das Arbeiten über Gesellschafts- und Abteilungsgrenzen hinweg macht mir dabei besonders Spaß – dies war auch bereits in meiner früheren Rolle als Leiter der Konzernrevision der Fall.
Natürlich ist es dabei immer wieder bestätigend und motivierend, wenn die ambitionierten P28-Ziele zum Jahresende gemeinsam erfüllt oder sogar übertroffen werden können!

Welche zentralen Aufgaben und Projekte prägen derzeit deinen Arbeitsalltag im P28-Projekt?
Mein Arbeitsalltag wird wesentlich geprägt von der Koordination der vier Teilprojekte innerhalb des Gesamtprojektes „P28“ sowie der Berichterstattung gegenüber unseren Stakeholdern wie z. B. Vorstand, Geschäftsführungen oder Konzernbetriebsrat.
Im Fokus der Bemühungen steht die Zielerreichung für das Geschäftsjahr 2026 als auch des Gesamtprogramms bis zum Jahr 2028. Für das Jahr 2026 haben wir uns eine Ergebnisverbesserung von knapp 123 Mio. € vorgenommen. Stand heute liegen wir leicht über Plan und wollen diesen Vorsprung bis Ende des Jahres gerne noch weiter ausbauen.

Kannst du mir ein Beispiel für eine herausfordernde Entscheidung oder ein komplexes Projekt geben, das du kürzlich begleitet hast? Wie bist du mit dieser herausfordernden Situation umgegangen? Was hast du aus dieser Situation für dich und das Team mitgenommen?
In unserem Teilprojekt „Preis & Marge“ hatten wir die große Herausforderung, dass geplante Maßnahmen nicht 1:1 in die Praxis umgesetzt werden konnten und dies im ersten Schritt ein großes Loch für die Zielerreichung gerissen hatte.
In Zusammenarbeit mit der Teilprojektleiterin, dem Sponsor, der Geschäftsführung der betroffenen Gesellschaft sowie mit allen weiteren Projektbeteiligten konnten Kompensationsmaßnahmen entwickelt und realisiert werden. In unserer letzten Vorstandssitzung haben wir das Thema offen und transparent angesprochen. Dargelegt, warum ursprüngliche Einschätzungen nicht in die Tat umgesetzt werden konnten, und was wir für Alternativlösungen entwickelt haben. Das ist ein gutes Gefühl, wenn Schwierigkeiten und Probleme offen angesprochen werden können und in einem nächsten Schritt Alternativen gemeinsam entwickelt und zum Leben erweckt werden.

Welche Werte und Prinzipien sind dir in der Zusammenarbeit mit deinem Team besonders wichtig?
Ich schätze klassische Werte wie Fleiß, Strukturiertheit und Zuverlässigkeit, denn gerade im Rahmen der Projektarbeit sind diese Prinzipien unabdingbar, um das Projektziel zu erreichen. Weiterhin sind mir die Aspekte Offenheit, Toleranz und Flexibilität wichtig. Nur wenn offen und tolerant miteinander umgegangen wird, kann ein starkes Wir-Gefühl entstehen. Dieses Wir-Gefühl schafft Raum für neue Wege, um flexibel auf neue Gegebenheiten reagieren zu können.

Welche Eigenschaften oder Fähigkeiten werden benötigt, damit dein Team Erfolg hat?
Interesse und Spaß daran, an ständig wechselnden Themen und Fragestellungen zu arbeiten. Offen zu sein für das Arbeiten über Grenzen hinweg und Mut zu haben, Verbesserungsmöglichkeiten anzusprechen.

Warum ist es jetzt gerade spannend im Team P28 zu arbeiten?
Der Salzgitter-Konzern ist gerade dabei, sich in weiten Teilen neu zu erfinden. Es wird in diesem Zusammenhang auch immer wieder von der „Transformation“ des Unternehmens gesprochen. Jetzt besteht die einmalige Möglichkeit, an dieser Transformation aktiv teilzunehmen und mitzugestalten. Ein Baustein dabei ist das Performanceprogramm P28, um die Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns zu stärken und die Salzgitter AG fit für die Zukunft zu machen. Daher unser Motto: „Gemeinsam Zukunft gestalten mit P28“.

Nach rechts weisender Zeigefinger (Handrücken) Neugierig geworden? Dann werfen Sie einen Blick in unsere Stellenangebote und erfahren Sie, wie Transformation bei Salzgitter konkret gelebt wird.

 

Melis Ayhan

Drei Dinge, die mir zur Salzgitter AG einfallen: 1. Stahl schweißt zusammen 2. mit innovativen Technologien GROSSES bewegen 3. eine GROSSE Familie mit über 150 Töchtern

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