Die Hannover Messe 2026, #HM26, steht vor der Tür. Vom 20. bis 24. April trifft sich in Hannover die Industrie zu einer der größten Messe mit über 3.000 Ausstellern. Unter dem Leitthema „Think Tech Forward“ vereinen sich auch in diesem Jahr wieder spannenden Thema wie z.B. Automatisierung, Wasserstoff-Technologien oder Innovationstransfer auf dem Gelände. Und wir sind mittendrin: Während für die Messe die letzten Vorbereitungen auf Hochtouren laufen, entsteht zugleich bei uns in Salzgitter die Zukunft des Stahls. Auf der SALCOS®-Baustelle (Salzgitter Low COSteelmaking) arbeiten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tagtäglich mit voller Energie an der klimafreundlichen Stahlproduktion von morgen. Einem Thema, das sowohl unseren Messestand als auch den Arbeitsalltag vieler Kolleginnen und Kollegen prägt.

Kevin P. ist einer von ihnen: Als Betriebsingenieur bei unserer Tochtergesellschaft, der Salzgitter Flachstahl GmbH, ist er täglich auf der SALCOS®-Baustelle im Einsatz, da er im Rahmen der Transformation sein eigenes Projekt verantwortet. In Interview erzählt Kevin P., was ihn an seinem Beruf fasziniert, welche Rolle Nachhaltigkeit in seinem Berufsalltag spielt und wie er auf die Hannover Messe 2026 blickt.

Wie sieht Ihr bisheriger Werdegang aus und was hat Sie zur Salzgitter Flachstahl geführt?
Nach meinem Bachelorstudium „Wirtschaftsingenieurwesen“ habe ich mich nach interessanten Masterstudiengängen umgesehen und bin schließlich mit dem Studiengang „Anlagenbau“ fündig geworden. Angeboten wird dieser an der FH Oberösterreich in Wels, ich bin also für zwei Jahre nach Österreich gezogen.
Anders als bei Maschinenbau liegt hier der Fokus vielmehr auf dem Projektmanagement und der übergeordneten Organisation von mittleren bis großen Projekten. Durch sehr praxisnahe Lehrveranstaltungen mit vielen Dozenten aus der Wirtschaft habe ich bereits damals erste Berührungen mit der Stahlindustrie gehabt. Mit der Voestalpine und auch der Primetals mit einer Niederlassung in Linz hatten wir zwei große Player aus der Branche quasi direkt vor unserer Tür.
Es war eine spannende und erlebnisreiche Zeit, die ich keinesfalls missen möchte. Letztendlich hat es mich aber zurück in meine Heimat, zu Freunden und Familie gezogen. So habe ich mich noch aus Österreich für meine Masterarbeit hier in der Hütte beworben und durfte schließlich über die Sauerstoffnutzung der neuen 100MW-Elektrolyse schreiben.

Was machen Sie heute und wie sieht Ihr typischer Arbeitsalltag aus?
Seit Anfang des Jahres bin ich als Trainee in der Abteilung „Energiebetriebe“ und arbeite im SALCOS®-Infrastrukturteam mit. Dort wirke ich bei der Y-Trasse mit, die aktuell kurz vor der Fertigstellung steht. Eine Trasse ist dabei der Verlauf einer Leitung durch das Werksgelände. Durch die Y-Trasse fließen Sauerstoff, Stickstoff und Druckluft. Und ein kurzes Stück Turbinenkondensat. Auch an der neuen X-Trasse bin ich beteiligt. Hier darf ich den dritten Bauabschnitt als Projektleiter verantworten. Neben der klassischen Büroarbeit, die bei so einem Projekt anfällt, verbringe ich auch viel Zeit im Baufeld. Die Koordination der Auftragnehmer und der Baustelle, das Lösen von Problemen und den Baufortschritt zu kontrollieren, gehören ebenso zu meinem Aufgabenbereich wie die Kosten im Blick zu behalten und auf Arbeitssicherheit zu achten.

Welche Herausforderung in Ihrer Arbeit bringt Ihnen am meisten Freude?
Das Arbeiten im Bestand, sogenannte Brownfield-Projekte, ist immer herausfordernd. Man sieht sich dabei nicht nur mit unerwarteten Altlasten konfrontiert, auf die man schnell und flexibel reagieren muss. Die Bautätigkeiten finden parallel zum normalen Betrieb hier im Werk statt. Das erfordert viel Koordination und Absprachen – nicht nur der verschiedenen Gewerke auf der Baustelle, sondern auch mit den örtlichen Betrieben. Die Organisation dessen ist keine leichte, aber eine sehr bereichernde Aufgabe. Das liegt nicht zuletzt an dem tollen Team, mit dem ich zusammenarbeiten darf.

Was bedeutet SALCOS® für Sie im Arbeitsalltag?
Die Dimensionen von SALCOS® sind wirklich beeindruckend. Durch die räumliche Nähe zu den Baufeldern des Elektrolichtbogenofens und der Direktreduktionsanlage können wir die Baufortschritte live miterleben. Ein sehr spannender Prozess!
Mit Inbetriebnahme der neuen Route werden wir einen hohen Bedarf an Wasserstoff und Erdgas haben. Durch die sich im Bau befindlichen Trassen ermöglichen wir die Versorgung der neuen Anlagen mit den erforderlichen Medien. Wir sind stolz darauf, dadurch einen Teil zum Erfolg des SALCOS®-Projektes beitragen zu können und damit bei der Dekarbonisierung der Stahlerzeugung hier am Standort in Salzgitter mitwirken zu können.

Bild von der SALCOS®-Baustelle. Direktreduktionsanlage und Elektrolichtbogenofen sind orange eingefärbt.

Sie waren schon auf der Hannover Messe 2025. Wie haben Sie die Atmosphäre im letzten Jahr erlebt? Und worauf freuen Sie sich in diesem Jahr besonders?
Bereits im vergangenen Jahr stand unser Messeauftritt ganz im Zeichen von SALCOS®. Ich habe viele Menschen wahrgenommen, die sich über die Transformation hin zu CO2-neutralem Stahl informiert haben. Seit der letzten Hannover Messe ist das Projekt SALCOS® ein bedeutendes Stück vorangekommen, sodass wir in diesem Jahr einen deutlichen Baufortschritt präsentieren können. Damit greifen wir das diesjährige Leitthema „Think Tech Forward“ perfekt auf. Deshalb bin ich überzeugt, dass wir erneut viele interessierte Menschen an unserem Stand begrüßen und anregende Gespräche führen werden.

Bild des Messestandes der Salzgitter AG auf der Hannover Messe 2026.

Wer die Transformation der Stahlindustrie hautnah erleben möchte, kann SALCOS® auf der Hannover Messe 2026 entdecken. Sie finden uns in Halle 12 am Stand E83. Hier sprechen wir über nachhaltige Technologien, innovative Projekte und Menschen wie Kevin P., die mit Leidenschaft und Know-how aktiv die Transformation des Stahls gestalten.

Besuchen Sie uns auf der Hannover Messe 2026 und erleben Sie, wie grüne Stahlproduktion Realität wird. Setzling

Melis Ayhan

Drei Dinge, die mir zur Salzgitter AG einfallen: 1. Stahl schweißt zusammen 2. mit innovativen Technologien GROSSES bewegen 3. eine GROSSE Familie mit über 150 Töchtern

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