„Mathematik hat mich in der Schule immer interessiert, war mir aber allein genommen nicht spannend genug. In Verbindung mit den Naturwissenschaften war mir schnell klar, dass ich Spaß an Technik habe und ich einen Beruf lernen will, der dies zusammenführt“, erklärt Dr. Erdelen-Peppler. Die 43-Jährige ist inzwischen Abteilungsleiterin bei der Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH und dort zuständig für die Mechanische Prüfung und Bruchmechanik.

Von der Schlosserin zur Forscherin
Begonnen hat sie nach dem Abitur zunächst mit einer Ausbildung als Schlosserin bei den Mannesmannröhren-Werken. „Von dieser Ausbildung profitiere ich heute noch. Einerseits weiß ich, wie der betriebliche Alltag in der Technik läuft, andererseits haben mir die erlernten Fähigkeiten auch privat sehr geholfen – ich kann vieles an unseren Motorrädern selbst reparieren oder besser beurteilen, was Handwerker empfehlen.“

Sieben Jahre arbeitete sie in der Produktion von nahtlosen Rohren mit. Doch sie war neugierig und wollte noch besser verstehen, wie man unterschiedliche Stahlsorten herstellt und welche Anwendungsmöglichkeiten sich dadurch ergeben.

Also begann sie ein Maschinenbaustudium und ging im Anschluss in die Forschung, genauer in den Bereich der angewandten Ingenieurtechnik. „Die Einsatzfelder von Stahlrohren sind sehr unterschiedlich. Zunächst denkt man sicherlich an Pipelines für Öl und Gas. Aber auch in jedem Auto gibt es Stahlrohre, in den Einspritzanlagen, Airbags, in Bremssystemen oder Abgasanlagen. Im Zusammenspiel mit dem Kunden und den Herstellern erarbeiten wir gemeinsam, was das Produkt können soll und wie dies nachzuweisen ist.“

Stahl – ein faszinierendes Arbeitsumfeld für spannende Berufe
Was fasziniert die 43-Jährige am Stahl: „Er ist ein alter Werkstoff, der immer jung geblieben ist und weiterhin innovativ sein wird. Wir können immer wieder neue Eigenschaften erzielen – durch Umformung, Legieren und Temperaturführung. Diese Vielfältigkeit der Einsatzmöglichkeiten – das verliert für mich nie den Reiz.“

Und wie lautet der Rat einer vierfachen Mutter für Mädchen in der Phase der Berufswahl? „Ich würde mir sehr genau anschauen, was als ‚Männerberuf‘ gilt und sehen, ob mich das interessiert.“ Viele praktische Gründe sprächen auch für technische Berufe: „Es gibt ein breites Betätigungsfeld, die Bezahlung ist zumeist gut und man ist freier in seinen Entscheidungen.“ Starke Gründe für eine mutige Eroberung der „Männerberufe“.

Markus Rottwinkel

Drei Dinge, die mir zur Salzgitter AG einfallen: 1. Faszinierende Dimensionen bei Anlagen und Prozessen 2. Stahl riecht lecker 3. Hieß der Ort oder der Konzern zuerst Salzgitter?

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2 Kommentare
  • Markus Rottwinkel

    5. April 2012, 08:38

    Hallo Herr Semakov,

    die Erforschung von Eisen findet in Deutschland u.a. an den Universitäten in Aachen (www.rwth-aachen.de), Clausthal (www.tu-clausthal.de) und Freiberg (http://tu-freiberg.de/) statt. Die Internetseiten sind auch jeweils auf englisch verfügbar.

    Mit freundlichen Grüßen
    Markus Rottwinkel

    Hello Mr. Semakov
    in Germany research about iron and steel is done at the universities of Aachen (http://www.rwth-aachen.de/go/id/bdz/), Clausthal (https://www.tu-clausthal.de/en/) and Freiberg (http://tu-freiberg.de/en).
    All the best
    Markus Rottwinkel

  • Vadim Semakov

    4. April 2012, 19:17

    [MARKED AS SPAM BY ANTISPAM BEE | Spam IP]Hallo, ich bin ein Student aus der Ukraine. Ich bin für einen Professor in Deutschland für die Forschung von Eisen suchen. Abhärtung des Gichtgas. Vorzugsweise mit Kenntnissen der russischen Sprache. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Text wurde aus dem Russischen ins “translate.google” übersetzt

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