Zum dritten Mal in Folge bietet die Berufliche Bildung der Salzgitter Flachstahl GmbH im Rahmen des Integrationsprojektes ein Praktikum für Geflüchtete an. Sechs Teilnehmer*innen aus Syrien haben das Praktikum am 01. April begonnen und befinden sich bereits im Endspurt.

Allerdings beschäftige ich mich als Organisatorin schon viel länger damit. Seit September bin ich in das Projekt involviert und koordiniere die Planung und Durchführung gemeinsam mit allen Beteiligten. Dazu zählen Betriebsrat und Jugendvertretung, Ausbilder, Bereichsleiter und die Ausbildungsleitung sowie die Sozialpädagogische Betreuung, der ich angehöre. In regelmäßig stattfindenden Besprechungen haben wir die Rahmenbedingungen festgelegt und alles dafür getan, dass das Praktikum pünktlich losgeht.

Integrationsprojekt3 (002)_bearbeitetNach einem Schnuppertag entschieden sich sechs Bewerber*innen dafür, ein dreimonatiges Praktikum bei uns zu durchlaufen: Drei Teilnehmer im Bereich der Industriemechanik, zwei Teilnehmer im Bereich der Elektronik für Automatisierungstechnik und eine Teilnehmerin im kaufmännischen Bereich. Klares Ziel für alle ist, im Anschluss an das Praktikum einen Ausbildungsplatz im Unternehmen zu bekommen.

Wir starteten mit einer verkürzten Übergangsschulung, die auch zu Beginn der Ausbildung üblich ist. Drei Tage verbrachten wir gemeinsam mit den Teilnehmer*innen in Altenau im Harz und vermittelten ihnen, neben erlebnispädagogischen Übungen zur Teamfindung, alle nötigen Informationen über das Unternehmen, die Ausbildung und das Praktikum.

So waren alle Fragen geklärt, als der praktische Teil des Praktikums begann. Drei Tage pro Woche verbringen die Teilnehmer*innen seitdem in der Ausbildungswerkstatt bzw. im Büro und arbeiten dort teilweise selbstständig an Aufträgen und teilweise mit Auszubildenden zusammen. Zwei Tage stehen für Deutsch- und Mathematikunterricht sowie überfachliche Inhalte zur Verfügung. Dazu gehören Ausflüge, wie die Werksbesichtigung oder ein Besuch auf der Hannover Messe, aber auch Gespräche mit der Interessenvertretung oder Vorträge über das Bildungssystem in Deutschland.

Nun nähert sich das Praktikum schon dem Ende und am Freitag ist bereits der letzte Tag einer insgesamt sehr erlebnisreichen und interessanten Zeit bei der Beruflichen Bildung. Die Teilnehmer*innen sind sehr gut angekommen, fühlen sich wohl und hoffen darauf, ab dem 01. September mit der Ausbildung im jeweiligen Bereich beginnen zu dürfen. Und wir, die Beteiligten, sind sehr zufrieden mit dem Verlauf des Projektes und immer wieder aufs Neue beeindruckt davon, was die Teilnehmer*innen trotz ihrer schwierigen Situationen leisten.

Alle Beteiligten sind sich einig, dass dies nicht der letzte Durchlauf des Integrationsprojektes gewesen sein soll.

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