Ausgelernter Mechatroniker, Angestellter in der Software Entwicklung und berufsbegleitender Student. Maurice Jordan geht seit 2015 seinen Weg bei der KHS und erzählt in diesem Interview mehr über seinen Werdegang und warum er seinen Ausbildungsberuf empfehlen kann.

Was hast Du gelernt und wie ging es dann weiter?

Nach dem Abitur wurde ich auf KHS aufmerksam und habe mich daraufhin um einen Ausbildungsplatz beworben. Für mich stand fest, dass ich nicht direkt vom Abitur ins Studium gehen, sondern erstmal Praxiserfahrung sammeln wollte. Und eine abgeschlossene Ausbildung zum Mechatroniker bei KHS erschien mir dafür der richtige Weg zu sein. Schnell stellte ich fest, dass der Beruf des Mechatronikers mir sehr viel Spaß macht und deshalb habe ich mich gleich im Anschluss meiner Ausbildung für ein berufsbegleitendes Studium an der FOM (Fachhochschule für Oekonomie und Management) im Studiengang Elektrotechnik mit dem Abschluss „Bachelor of Engineering“ entschieden. Insgesamt dauert das Studium 8 Semester. Ich bin jetzt im 2. Semester und kann sagen, dass es absolut machbar ist, neben dem Beruf zu studieren. Es ist natürlich immer eine Herausforderung und nimmt Zeit in Anspruch, aber generell ist es möglich ein berufsbegleitendes Studium zu schaffen. Außerdem konnte ich auch durch mein Studium direkt in der elektrischen Konstruktion der KHS anfangen. Genauer gesagt bin ich derzeit in der Softwareentwicklung tätig.

Warum hast Du dich für diesen Beruf entschieden und was gefällt dir besonders an deiner Arbeit?

Ich arbeite gerne praktisch, aber auch in der Entwicklung und Forschung. Beide Aspekte werden durch die Ausbildung und nun aufbauend durch das Studium in meinem Arbeitsalltag abgedeckt. Und das gefällt mir an der Arbeit. Der Bereich Elektrotechnik hat mir schon immer gefallen und jetzt in diesem Beruf zu arbeiten, ist toll. Jeder Tag ist anders und daher ist meine Tätigkeit sehr abwechslungsreich. Ich werde immer wieder gefordert und kann mich ständig weiterentwickeln.

Warum sollten junge Menschen eine Karriere in deinem Job anstreben?

Ich habe mich bei meiner Berufswahl damals gefragt, was interessiert mich und in welchem Bereich würde ich gerne später mal arbeiten. So kam ich auf den Bereich Elektrotechnik. Was mich in meiner Entscheidung zusätzlich bestärkt hat, war die Tatsache, dass in diesem Berufsfeld ein großer Fachkräftemangel besteht und sich so für mich die Chancen, hier einmal fest Fuß zu fassen, damit definitiv erhöhen. Ich kann deshalb wirklich jedem empfehlen sich folgendes zu fragen: wo liegen meine Interessen und wo werden Mitarbeiter dringend gesucht? Und wer weiß, vielleicht decken sich ja die persönlichen Interessen und die Stellenausschreibung.  Dann steht den ersten Schritten hin zu einem Berufseinstieg nichts mehr im Wege. Ich bin definitiv froh, dass ich mich damals erst für eine Ausbildung und dann für ein Studium entschieden haben. Bei einem dualen Studium kommt meiner Meinung nach irgendwas zu kurz, sei es der praktische oder der theoretische Teil. Und fängt man direkt an zu studieren, hat man noch keine Praxiserfahrung und keine „Basis“, auf der man aufbauen kann. Daher bin ich mit meiner Entscheidung sehr glücklich, erst eine Ausbildung gemacht zu haben, bevor es dann karrieretechnisch für mich weiterging.

Hast Du ein Hobby? Engagierst Du Dich für etwas?

Ich bin mit Begeisterung Vorsitzender der Gesamtjugendvertretung der KHS und setze mich für die Auszubildenden und dual Studierenden ein. Außerdem bin ich begeisterter Autoschrauber, gehe gerne wandern und bergsteigen.

Wenn Du ein Jahr „Auszeit“ hättest, was würdest Du machen?

Ich würde wahrscheinlich auf Reisen gehen. Innerhalb Europas mit einem Campervan unterwegs zu sein, wäre definitiv ein Highlight. Und da ich gerne wandere und bergsteige, bieten sich besonders Länder mit einem ordentlichen Höhenprofil an. Eine Reise ins Himalaya-Gebirge wäre zum Beispiel ein Traum für mich.

Allerdings glaube ich, dass ich eine einjährige Auszeit gar nicht nehmen würde. Lange Pausen von der Arbeit liegen mir nicht. Jeder fährt gerne mal in den Urlaub oder freut sich Zeit für andere Dinge zu haben. Aber ein Jahr wäre mir persönlich zu lang.

Thorsten Ehrenteit

Drei Dinge, die mir zur Salzgitter AG einfallen: 1. großer Stahlhersteller im ländlichen Raum 2. die unglaubliche Einsatzbreite des Werkstoffes Stahl 3. Frodo hätte den EINEN Ring auch bei uns im Hochofen einschmelzen können

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1 Kommentar
  • Mecki

    29. Oktober 2019, 18:05

    Das klingt klasse. Ich könnte mich auch nicht für eine Seite entscheiden und bin froh, dass man irgendwie in der Mitte auch beides haben kann. Habe damals in einer kleinen Bank gelernt, die sich zum Glück auch noch bis heute hält. Alle anderen planen dann natürlich Weiterbildung für Finanzen und ich mache nebenbei einfach den Hausmeister. Klingt jetzt nicht sonderlich qualifiziert aber bringt genug und macht Spass 😉

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